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17.03.11
Sonde misst Radioaktivität - Mess-Station in Stevede

Diese Station misst die aktuellen Werte. Foto: Allgemeine Zeitung, fm

Über eine zu hohe Strahlenbelastung, so wie etwa in Japan, braucht sich in Stevede niemand Sorgen zu machen. "Die Sonden (der Messwertsender) messen derzeit wie üblich die natürliche Radioaktivität am jeweiligen Sondenstandort", berichtet ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz auf AZ-Anfrage. Eine Dosisleistungserhöhung (der Grenzwert in Coesfeld liegt bei etwa 0,090 nanoGray pro Stunde) werde bereits im Bereich der natürlichen Umgebungsradioaktivität unmittelbar detektiert.
Für die Höhe des genauen Strahlungswertes ist eine spezielle Messstation nötig, die direkt am Modellflugplatz in Stevede steht. Sie ist eine von insgesamt 1800 Stationen in ganz Deutschland und misst in regelmäßigen Abständen die Strahlenwerte für Coesfeld. Im Ernstfall, wenn unsere Region zum Beispiel durch einen Super-GAU von einer erhöhten Strahlenbelastung betroffen wäre, würde die Station darüber Auskunft geben.

Betreut wird das technische Gebilde vom Bundesamt für Strahlenschutz, genauer gesagt vom Messnetzknotenpunkt (MNK) in Bonn. "Das bedeutet, dass der MNK Bonn diese Sonde (der Messwertsender) aufgebaut hat, die Messwerte der Sonde überwacht und auf eventuelle Störungen des Messbetriebs reagieren kann", erklärt der Sprecher. Solche Störungen könnten zum Beispiel ein Übertragungsausfall aufgrund eines Ausfalls der Datenleitung oder ein Defekt der Sonde selbst sein. "In sehr kurzer Zeit, in längstens 72 Stunden, in der Regel schneller, wird reagiert und der Fehler behoben."

Wenn es zu einer Störung in Bonn komme, könne die Überwachung im Notfall auch von jedem anderen Messnetzknotenpunkt übernommen werden. So bleiben die Messdaten nicht unbeobachtet. "Die Häufigkeit solcher Störungen sind allerdings gering, da eine sehr robuste Technik eingesetzt und der Zustand der Sonden von den Messnetzknoten aus ständig, aber auch durch regelmäßige Anfahrten an die Messstationen überwacht wird."

Im Regelfall wird alle zehn Minuten ein Messwert geliefert. "Dieser stellt den Mittelwert der Ortsdosisleistung (den Wert der Gammastrahlung) dieses Zeitintervalls dar. | www.bfs.de

Quelle: Allgemeine Zeitung, Artikel von Inga Kujas

Von: Stephan Wolfert